Unternehmensphilosophie
Die Gründung der "Pestalozzi-Stiftung Hamburg" wurde am 12. Januar 1846 von der Freimaurer-Loge "Zur Brudertreue" anläßlich der 100-jährigen Gedächtnisfeier zu Ehren von Johann-Heinrich Pestalozzi beschlossen. Sie bekam die Aufgabe, "Kinder zu retten, die durch das Leben ihrer Eltern als verwaiset zu betrachten waren". Hinter dieser Absicht stehen die Ideale der Aufklärung (der die Logen in Hamburg verpflichtet waren) und die Ziele der "Erweckungsbewegung": Die Erziehung der Kinder sollte im Geist einer lebendigen und evangelischen Frömmigkeit erfolgen, jede pietistische Färbung aber vermieden werden.
Am 8.August 1847 begann die Stiftung in einem Kinderheim in "Billwärder" ihre Arbeit. Bereits 1865 wurde der Grundstein für eine größere Nachfolge-Einrichtung in "Barmbeck" an der Hufnerstraße gelegt. Die Pestalozzi-Straße am dortigen Bahnhof erinnert daran. Der Bau des Bahnhofes war auch ein Grund dafür, dass die Stiftung erneut "umzog" und 1906 den Neubau in Volksdorf (das spätere Johannes-Petersen-Heim) einweihen konnte. Seit 1930 und bis heute hat die Stiftung ihren Sitz in der Diestelstraße in Wohldorf/Ohlstedt. Die Geschäftsstelle wurde 1994 nach Steilshoop und 2008 nach St. Georg verlegt.
Im Laufe der Jahre war es immer wieder notwendig, die Stiftung den historisch wechselnden Bedingungen anzupassen. Heute leistet sie Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien sowie für Menschen mit Behinderungen mit Angeboten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Stiftung ist ein freier Träger und dem Diakonischen Werk Hamburg als Landesverband der Inneren Mission angeschlossen. Weitere Informationen zu unserer Geschichte können Sie der Festschrift anlässlich unseres 150jährigen Jubiläums entnehmen, die wir auf Anfrage gern zusenden. Kontaktformular
Unser Namensgeber Johann-Heinrich Pestalozzi gilt als Begründer der modernen Pädagogik. Seinem Grundsatz über die Aufgabe der Erziehung folgen wir bis heute: Sie soll nicht "etwas Fremdes an den Menschen herantragen, sondern die Entwicklung der ursprünglichen Kräfte unterstützen und erleichtern". Die moderne Sozialpädagogik nennt dies "Hilfe zur Selbsthilfe". Das heißt, wir sorgen dafür, dass die Menschen, um die wir uns kümmern, eines Tages ihre Probleme allein bewältigen können.
In unserem Menschenbild gehen wir davon aus, dass jeder Mensch einmalig ist und in dieser Einmaligkeit gesehen werden muss. Dabei haben wir es in der Regel mit Personen zu tun, die sich oder anderen mit ihren Eigenarten Probleme bereiten. Indem wir die Widersprüche zwischen seinen eigenen Interessen und den Interessen seiner sozialen Umwelt deutlich machen, können wir erreichen, dass er sich über sein Handeln und die Folgen bewusst wird. Auf diese Weise wird es ihm ermöglicht, neue Handlungsstrategien anzuwenden und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Die Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine unserer Säulen unserer Unternehmens-Philosophie. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament dieser Arbeit. Dank ihres Engagements und ihres fachlichen Könnens, ist es möglich, die immer neuen Herausforderungen zu bewältigen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten alle notwendigen Fort- und Weiterbildungen. Wir sorgen für ein gutes Betriebsklima.
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